Gegenwärtig erfolgt auf der Grundlage der Förderung durch die Organe der EU die Entwicklung sog. erneuerbarer Energiequellen (Solar-, Windenergie, Erdwärme, Biomasse). Der Vorteil dieser Energiequellen liegt darin, dass sie die Umwelt nicht durch Schadstoffausstoß oder die unumkehrbare Produktion von Treibhausgasen belasten. Aus diesem Grund unterstützt das Management der Fatra, a.s. das Vorhaben, eigene integrierte Fotovoltaikfolien unter dem Namen Fatrasol zu produzieren.
Die Solarfolie FATRASOL ist eine Spezialfolie auf der Basis einer TPO-Folie als Untergrund, in die mit Hilfe eines geeigneten Adhäsivums die eigentliche Fotovoltaikschicht integriert ist, die das Unternehmen Uni-Solar für uns herstellt. Dadurch erhält der Kunde ein Produkt, das sowohl die Fotovoltaik- als auch Wasserdämmfunktion erfüllt. Jedes beliebige gerade oder leicht geneigte Dach kann so mit einer geeigneten Kombination von vier Fatrasol-Basismodellen gedeckt werden. Neben der klassischen Wasserdämmung wird dann auch Strom produziert. In Tab. 1 sind die technischen Eigenschaften der erwähnten Modelle aufgeführt.

1. Wasserdämmfolie für Dächer FATRASOL
2. Wärmedämmung
3. Dampfsperre
4. Abschluss der Trapezblechwellen
5. Trapezblech
6. Textílie
7. Blech mit Kunststoffüberzug
Da die Herstellung - in diesem Fall der Wasser dämmenden Grundfolie - für Fatra Tradition hat und der Firma bestens geläufig ist, soll an dieser Stelle vor allem kurz über die Fotovoltaikfunktion der Fatrasol informiert werden.
Die Fotovoltaikzellen sind an der Oberfläche der Wasserdämmstreifen auf der Fläche integriert und müssen deshalb vergleichsweise elastisch sein. Der Lieferant dieser Zellen, die Uni-Solar, stellt gegenwärtig flexible dreischichtige Fotovoltaikzellen auf der Basis von amorphem Silizium her. Die Grundlage dieser Zellen bildet eine Folie aus Edelstahl, auf der schrittweise aufeinander drei Schichten Silizium unter Zusatz von weiteren Spurenelementen aufgedampft werden, sodass die einzelnen Schichten unterschiedliche Wellenbereiche des Spektrums des Sonnenlichts nutzen können.
Die untere Folie der amorphen Zellen aus Edelstahl bildet den Minuspol, ein ebenfalls aus Edelstahl bestehendes Gitter an der Oberseite der Zelle bildet den Pluspol. Die gesamte Schichtenfolge wird in einer durchsichtigen Polymerschutzhülle eingeschweißt. Die Fotovoltaikzellen produzieren bei Sonnenlicht Strom, das entweder bei Anschluss an das Stromnetz (On-Grid System) über Anschlusskabel an einen Wandler (Umwandlung von Gleich- in Wechselstrom mit einer definierten Frequenz und Spannung) oder an Regler zum Speisen von Batterien, wenn es sich um ein Inselsystem (Off-Grid) handelt, geleitet wird.